Vorbeugen gegen Rückfälle

Wie Sie mittlerweile wissen, sind Panikanfälle und phobische Angstzustände Varianten von Stressreaktionen auf akute oder chronische Belastung.

So bedrohlich sie vom Erleben her sind, so ungefährlich sind sie für Ihre Gesundheit, vorausgesetzt, Sie leiden nicht an einer ernsthaften Krankheit.

Panikattacken verstören extrem, machen aber nicht körperlich krank.

Menschen geraten immer wieder unter Stress und entwickeln dann meist ihre typische Ausprägung von Alarmreaktion. Das bedeutet aber keineswegs, dass Sie zwangsläufig bei jeder künftigen Belastung wieder mit Panik reagieren.

Auch bei erfolgreicher Therapie kann Angst zu einem späteren Zeitpunkt wieder auftreten. Vorhersehen kann man es nicht. Sie wissen aber nun, wie Sie selbst Panik und Agoraphobie bewältigen können. Arbeiten Sie zunächst anhand dieses Ratgebers, kognitiv-verhaltenstherapeutisch weiter an Ihren panischen und agoraphobischen Ängsten, bis sie endgültig ausgestanden und überwunden sind. Geben Sie sich nicht zufrieden, wenn dennoch in verschiedenen Situationen Panik oder Ängste auftreten, sondern begeben sich ggf. in professionelle Therapie.

Sollten sie nach Jahren wiederkehren, dann wehren Sie unbedingt den Anfängen von Panik!

Falls Sie umgehend reagieren, können Sie Panik erfolgreich kontrollieren.

Gehen Sie erneut so vor, wie in diesem Ratgeber beschrieben, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie Ihre Panikneigung in kurzer Zeit wieder vollständig in den Griff bekommen.

Es ist ohnehin sehr unwahrscheinlich, dass Sie in Zukunft nochmals Panik erleben.

Sie werden in Ihrem weiteren Leben zwar sicherlich wieder die Ihnen bekannten physiologischen und motorischen Beschwerden unter Belastung (Stress) erleben, reagieren aber dann kognitiv anders als früher: Sie deuten diese Symptome nämlich als Alarmreaktion und nicht mehr als lebensbedrohliche Gefahr!

Tipp

Die Stressreaktion Panik sollte für Sie künftig ein wichtiges Signal für Überforderung, Unwohlsein oder emotionalen Druck sein.

Verstehen Sie es als aufkommendes Ungleichgewicht.

Fragen Sie sich zukünftig nicht mehr, worin die Ursache verschiedenster körperlicher Symptome liegen könnte, sondern danach, was Sie überfordert und wie sich besser entlasten können.

Nutzen Sie ihr Wissen um Angst und Panik und wenden es erfolgreich an. Betrachten Sie erneute aufkommende Panikzustände als Chance, Ihre Bewältigungsmöglichkeiten erneut zu erproben.

Reagieren Sie weder hilf- noch kopflos, sondern so, wie in diesem Ratgeber empfohlen.

Vorbeugung gegen Rückfälle

  • Überprüfen Sie, inwieweit Sie sich wieder selbst beobachten und kontrollieren wollen und sich Sorgen machen um bestimmte körperliche Beschwerden, die Ihnen ggf. unheimlich oder bedrohlich erscheinen.
  • Sobald Sie wieder ein Vermeidungsverhalten feststellen, begeben Sie sich bewusst in die Situation! Nur so geben Sie der Angst keine Chance, Sie wieder vollständig unter Kontrolle zu bekommen.
  • Deuten Sie aufkommende Stressreaktionen immer als Ungleichgewicht. Versuchen Sie diese Stressoren zu erkennen und für Ausgleich (z.B. Sport, Freizeit, Hobby) zu sorgen.
  • Achten Sie auf eine gesunde Lebensführung mit ausreichendem Schlaf, regelmäßigem Sport, wenig Alkohol, ausreichende Entspannungsphasen.
  • Betreiben Sie Psychohygiene und sprechen über Ihre Probleme mit Ihrem Partner oder Freunden.

Als Unterstützung kann Ihnen dieser kurze Test [55 KB] helfen, Stressquellen zu erkennen. Führen Sie ihn ggf. mehrmals im Jahr durch, um für das Thema Überforderung, Stress, Angst weiterhin offen und sensibel zu bleiben.

Ein weiterer Test [63 KB] hilft Ihnen, die wesentliche Dinge im Alltag erkennen zu können und so das Bewusstsein dafür zu schärfen, worauf es wirklich im Leben ankommt.