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Ursachen der Angst

Die Ursachen der Angst- und Panikstörung sind ungeklärt. Die erste Panikattacke tritt meist im Rahmen einer körperlich geschwächten Lebenssituation auf. Ebenso kann sozialer Stress oder andauernder Ärger mit dem Partner, am Arbeitsplatz oder Familie als Auslöser in Frage kommen.
Häufig ist der Tod eines nahen Familienangehörigen oder die schwere Erkrankung des Partner oder Kindes, Auslöser für eine Panikstörung.

Der Körper und die Psyche ist nicht mehr in der Lage, diese Situationen zu kompensieren und sich zu regulieren. Die sog. Resilienzgrenze, also die Toleranz gegenüber Störungen (z.B. als belastend empfundene Ereignisse oder Situationen), wird überschritten.

Es kommt dann zu einer Überreaktion des Körpers.

Das ein schlimmes Ereignis, wie z.B. der Tod eines nahes Familienangehörigen oder Freundes, beim Menschen Stress, Trauer und Niedergeschlagenheit auslösen, ist eine normale Reaktion. Treffen diese dann auf einen Menschen, der sich zuvor in seinem Leben schon viele Sorgen macht oder mit Krankheit oder Dauerstress leben muss, ist die Auslösung einer Panikattacke damit noch wahrscheinlicher.

Oft sind auch Menschen betroffen, die einen übertriebenen Hang zum Perfektionismus haben. Dieser betrifft nicht nur die eigene Berufstätigkeit, sondern auch das eigene Lebensumfeld und den eigenen Körper, der strengen Maßstäben an Funktionalität und Leistungsfähigkeit standhalten muss. Ohne Hypochonder zu sein, beobachten diese Menschen sehr genau ihre eigenen Körperfunktionen wie Puls, Atemfrequenz usw.


Eine geringe Abweichung, aus welchem Grund auch immer, löst eine Alarmreaktion aus, die wiederum den Grundstein für die Entstehung einer Angsterkrankung bildet.

Selbstvertrauen

Wenn eine erste Panikattacke erlebt wird, verlieren die Betroffenen, die bereits an mangelndem Selbstvertrauen litten, das Vertrauen zu sich und ihrem Körper. Auch hier entsteht ein sog. Unterhaltungsmechanismus, der u.a. dafür sorgt, dass die Erkrankung weiter voranschreitet. Der Betroffene kämpft mit Gefühlen wie Vertrauensverlust, Selbstabwertung, stetige Anspannung usw.

Häufig ist der Auslöser panikartiger Symptome eine falsche Atmung, die vom Betroffenen nicht als solche wahrgenommen wird. Viele Betroffene klagen darüber, zu wenig Luft zu bekommen, sind müde, gähnen oft und machen sich Gedanken um vermeintliche Herzprobleme.

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