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Gefühle zulassen

Die eigenen Gefühle wie z.B. Angst, sind echt, sind hunderprozentig und benötigen auch keine Rechtfertigung. Sie sind einfach da.

Allerdings sind Gefühle nicht immer leicht auszuleben.

Viele Menschen haben Angst vor negativen Gefühlen wie Trauer, Ablehnung, Hilflosigkeit, Schuld oder Scham und jeder versucht, genau diese Gefühle zu kontrollieren.

Doch je mehr der Mensch versucht, diese Gefühle kontrollieren zu wollen, desto stärker gerät er in Bedrängnis, da sich Gefühle nicht kontrollieren lassen. Es kostet Kraft und Energie, sich dagegen aufzulehnen.

Einfacher wäre es, wenn man die Situation zulassen und damit das Gefühl annehmen würde.

Viele Menschen haben jedoch genau davor Angst, weil sie noch nie die Erfahrung gemacht haben wie es ist, wenn eine Situation angenommen und damit das Gefühl viel schneller verschwunden ist und bleiben so im ständigen Widerstand gefangen.

Der Gedanke dabei ist, dass Gefühle kontrolliert werden müssen, jedoch genau das Gegenteil passiert. Die Gefühle, die offensichtlich mit Angst bewertet werden, kontrollieren den Menschen und das Leben.

Unterdrückte Gefühle wirken, als haben sie eine magische Anziehungskraft auf Situationen im Leben, die sich ständig wiederholen.

Es ist so, als gäbe es Menschen, die genau diese negativen Gefühle "lesen" können und uns diese fühlen lassen. Wenn das unterdrückte Gefühl Scham oder Minderwertigkeit ist, wird uns diese Person genau diese Scham fühlen lassen, indem sie z.B. ständig an uns herumkritisiert oder uns als Partner betrügt.

Und oft passiert es, dass wir praktisch erstarren und gefangen sind in der Situation, uns nicht wehren können und uns der Situation völlig ausgeliefert fühlen.
Wir versuchen diese Situation dann oft zu verdrängen oder auszusitzen, aber die Erinnerung holt uns manchmal ein und man wird wütend auf sich selbst, da unser Verstand uns abstempelt als unfähig.

Doch genau diese Handlungsweise ist nicht mit dem Verstand zu ändern. Die Art und Weise wie wir darauf reagieren, ist nur mit dem Gefühl zu verändern, welches unterdrückt ist. Es ist sogar so, dass die Situationen, die uns begegnen, immer offensichtlicher werden, als wenn die Kraft der Gefühle uns unbedingt mit der Nase darauf stoßen möchte und uns förmlich zwingen, es endlich anzunehmen.

Jeder Mensch kann für sich entscheiden, ob wir die Gefühle gegen oder für uns nutzen. Situationen bekommen wir ins unserem Lebensalltag genügend, um das Gefühl endlich zuzulassen und somit heilen zu können.

In der Annahme des Gefühls geschieht die Veränderung!