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Therapeutenwahl

Was ist bei der Therapeutenauswahl wichtig?

1. Prüfung des geeigneten Therapeuten

Neben der fachlichen Qualifikation als Psychotherapeut, sollte vom Patient geprüft werden, ob zwischenmenschliche Probleme auftreten können. Es ist elementar wichtig, dass eine gute und stabile Beziehung zum Therapeuten aufgebaut werden kann.

Der Patient sollte prüfen, ob Dinge wertfrei vom Gegenüber angenommen werden können.

Jeder Therapeut bietet ein sog. Informationsgespräch an, in dem grundsätzlich über die Therapie gesprochen wird. Es dient beiden Seiten zum gegenseitigen kennenlernen. Der Patient hat danach die Möglichkeit, dem Therapeuten mitzuteilen, ob er die Therapie beginnen möchte oder nicht.

Ein guter Therapeut wird den Patienten nicht zu einer Entscheidung drängen, sondern einige Tage Bedenkzeit anbieten.

2. Festlegung von Therapiezielen

Vor Beginn einer Therapie sollten gemeinsam Ziele festgelegt, die erreicht werden sollen. Dabei kommt es sehr darauf an, möglichst zeitnah realistische Ziele zu definieren.

Ein Ziel wie angstfrei sein, ist KEIN geeignetes Therapieziel!

Es muss zu Beginn der Therapie ein möglichst schnell erreichbarer Therapieerfolg umsetzbar sein, damit der Betroffene für sich erkennt, dass die Therapie Sinn macht und eine Verbesserung der Lebensqualität eintritt.

Ein praktisch erreichbares Ziel wie z.B. wieder mit dem Bus in die Innenstadt fahren oder ein Kaufhaus betreten und einen Einkauf tätigen, ist anfangs für Therapeut und Betroffenen überschaubarer.

Ein erfahrener Therapeut wird selber geeignete und realistische Therapieziele vorschlagen.

3. Aktive Mitarbeit des Betroffenen

Der Therapeut sollte mit dem Patienten festlegen, welche aktive Mitarbeit möglich ist. Natürlich unter Berücksichtigung des Schweregrads und Möglichkeiten der Erkrankung.

Sinnvolle Mitarbeit z.B. das Erlernen und regelmäßige anwenden einer Entspannungstechnik oder täglicher körperlicher Bewegung wie z.B. Walking. Wenn es eine Selbsthilfegruppe in der Umgebung gibt, gehen Sie auch dorthin.

Der zeitliche Abstand zwischen den einzelnen Therapiesitzungen sollte nicht länger als 14 Tage sein. Ideal ist eine wöchentliche Therapiesitzung. Der Betroffene sollte in der Zwischenzeit das Erlernte für sich anhand von Literatur nochmals aufarbeiten und offene Fragen in der nächsten Therapiesitzung abklären.

Es ist wichtig, dass der Betroffene Fachmann in eigener Sache wird.

Die Therapietreue, d.h., Ihre Mitarbeit an der Therapie mit allen Aufgaben und Herausforderungen ist unbedingt notwendig wenn ein Erfolg erzielt werden soll!

Grundsätzliche Einstellung zur Therapie

Der Therapeut ist nicht verantwortlich für Erfolg oder Nichterfolg einer Therapie.

Ärzte und Therapeuten sind Hilfesteller, Begleiter und Vermittler. Nicht mehr und nicht weniger.

Nur Sie haben das Problem und auch nur Sie sind der Schlüssel zum Erfolg.

Die Verantwortung der Krankheit kann nicht abgegeben werden an einen anderen Menschen. Der Betroffene ist selbst verantwortlich für sich und seine Erkrankung.

Scheuen Sie sich nicht, ein Feedback, egal ob positiv oder negativ, dem Therapeuten zu geben. Ein guter Therapeut nimmt dieses dankbar und offen an!

Sind Sie ehrlich zum Therapeuten und teilen ihre Gefühle (fühle mich falsch behandelt, verletzt, nicht wertgeschätzt) mit!

Verdeutlichen Sie sich, dass ein Therapeut auch nur ein Mensch ist und vielleicht eigene Probleme hat, Terminstress oder Misserfolge.

Literatur Verhaltenstherapie