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Körperliche Betätigung

Nehmen Sie sich Zeit für ein tägliches Programm zur körperlichen Betätigung.

Ideal wäre es, 20 bis 30 Minuten auf dem Fahrradergometer zu fahren oder Walking zu machen. Sie können problemlos mit einer kürzeren Trainigszeit beginnen (10 Minunten) und sich dann langsam steigern.

Die körperliche Aktivität reguliert Ihren Blutdruck, fährt den Kreislauf auf Betriebstemperatur und lässt Sie fit in den Tag starten. Die morgendliche körperliche Aktivität baut Adrenalin im Körper ab und wird bei regelmäßiger Ausführung auch den Schwindel verringern oder ganz verschwinden lassen.

Versuchen Sie, die körperliche Betätigung möglichst bewusst durchzuführen mit allen Sinnen. Bemerken Sie beim morgendlichen Lauf ihre Füße und versuchen, den Bodenkontakt ganz bewusst wahrzunehmen.

Die Angst hat mit dafür gesorgt, dass Sie ihren Körper nicht mehr so wahrnehmen können, wie es normal wäre. Daher ist es wichtig, dass Sie genau dieses Körpergefühl zurück bekommen. Es ist z.B. völlig normal, dass ein untrainierter Körper mit Schwitzen reagiert. Vielleicht geraten Sie auch außer Atem und schnappen zwischendurch nach Luft oder nehmen einen erhöhten Puls wahr. Machen Sie sich immer klar, dass das völlige normale Reaktionen ihres Körpers auf körperliche Belastung sind.

Denken Sie daran, dass erste Erfolge keinesfalls Zeichen dafür sind, mit dem morgendlichen Programm aufzuhören. Finden Sie ihren eigenen Rhythmus und finden die körperliche Betätigung, die Ihnen persönlich am besten gefällt.

Sport bzw. leichte körperliche Betätigung (z.B. Walking, Wandern, Jogging, Fahrradfahren usw.) kann einen ganz erheblichen Einfluss auf die Psyche haben. Stresshormone werden abgebaut und durch einen Ausdauersport wird die Leistungsfähigkeit des Körpers verbessert. Puls und Blutdruck schnellen nicht so stark nach oben und ein bessere Körpergefühl führt dazu, bei einem erhöhten Puls nicht in Ängste zu verfallen.


Tipp: Körper unterstützen

Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie täglich 2 bis 3 Liter Mineralwasser. Anregende Getränke wie Tee oder Kaffee sollten Sie vermeiden. Ebenfalls eignen sich keine Limonaden oder Fruchtsäfte, da sie sehr viel Zucker enthalten.

Um die Flüssigkeitsmenge wirklich einzuhalten, stellen Sie bereits am Morgen 2 bis 3 Flaschen Mineralwasser bereit (z.B. Küchentisch). So haben Sie im Tagesverlauf immer einen Blick auf die bereits getrunkene Menge.

Reduzieren Sie den Konsum von Fabrikzucker in Speisen oder Getränken. Zucker sorgt für einen kurzfristigen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Wenn dieser dann unter den Normalwert sinkt, reagiert der Körper mit Kreislaufveränderungen, die wiederum beunruhigend wahrgenommen werden könnten.

Stattdessen essen Sie täglich frisches Obst.

Selbstversuch

Machen Sie über 14-Tage einen Selbstversuch, in dem sie jeden Kristallzucker vermeiden. Keine gesüssten Getränke oder Süßwaren mehr. Neueste Studien zeigen, dass der Darm ganz maßgeblichen Einfluß auf die Psyche hat. Versuchen Sie also ihrem Darm einige Tage das Leben leichter zu machen und verzichten komplett auf Zucker oder Alkohol! Ernähren Sie sich ausschließlich vitaminreich mit viel Balaststoffen und halten die o.g. Trinkmenge täglich ein.

Betroffene nehmen häufig Puls und Blutdruck übersteigert empfindsam wahr. Beobachten Sie selber, ob eine Veränderung stattfinden und sie diese schnellen Pulsanstiege (Herzklopfen) weniger deutlich spüren.

Führen Sie Tagebuch über ihre körperlichen Aktivitäten [41 KB] und verdeutlichen sich so Ihre Fortschritte!

Lesen Sie weiter, wie mit direkten Konfrontationen in angstauslösenden Situationen oder Orten, die Angst schrittweise zurück geht...

Eine gute vorbeugende Maßnahme ist die progressive Muskelentspannung.

Diese regelmäßig ausgeführt (z.B. in den Abendstunden) hilft aktiv Stress abzubauen und Entspannung in den Alltag auf eine einfache Weise einzubauen. Der Ratgeber von GU Progressive Muskelentspannung bietet eine Audio CD-ROM mit geführten Übungen zum anhören.