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Notfallkoffer

Jeder Mensch hat eigene positive Ressourcen, die er in einem psychischen Ausnahmezustand, wie z.B. einer Panikattacke, heranziehen kann.

Das Problem ist, dass nicht jeder diese Ressourcen kennt.

Finden Sie also ihre eigenen Ressourcen!

Dazu einige Fragen, die zur Findung beitragen können:

  • Was tut Ihnen körperlich gut?
  • Welche Gedanken sind schön?
  • Welche Dinge tun Sie gerne?
  • Welcher Ort lässt Sie entspannen?

Je mehr man diese Ressourcen nutzt, desto genauer lernt man sie kennen. Verstehen Sie einen psychischen Ausnahmezustand, wie z.B. Angst, als ein Ungleichgewicht. Eine Seite bekommt die Überhand und übernimmt damit auch die Führung und Kontrolle des Körpers.

Begreifen Sie Symptome nicht als Herausforderung, gegen die Sie antreten und kämpfen müssen!

Verdeutlichen Sie sich, dass jede Kraft, die Sie ansetzen um z.B. gegen Angst anzukämpfen, eine Gegenkraft auslöst.

Versuchen Sie, der Angst mehr Raum zu geben. Ein "mit" der Angst ist leichter, als ein "gegen" die Angst.

Vielleicht möchte Ihnen die Angst "nur" etwas zeigen und Sie an den Punkt führen, an dem Sie begreifen, welches Problem wirklich dahinter steht.

Mögliche persönliche Ressourcen können sein:

  • Körperliche Berührung durch einen geliebten Menschen
  • Gedanken an Situationen, die schön waren
  • Tätigkeiten die Spass und Freude machen

Es können ganz einfache und banale Dinge des Alltags sein, die Ihrem Nervensystem helfen, aus der akuten Angst heraus zu kommen. Es kann z.B. auch das tägliche Kochen des Mittagessens oder Gartenarbeit sein, die hilft, in ein anderes Fühlen zu kommen und zu helfen, das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Besonders am Beispiel der Angst kann man das Ungleichgewicht gut erkennen. Den körperlichen Symptomen wird zu viel Gewicht gegeben, dem der Geist zwangsläufig folgt.

Tipp:
Bei Angstbetroffenen ist der Muskeltonus ständig angespannt. Durch auflegen einer Wärmflasche entspannen sich die Muskeln. Es entsteht ein besseres Körpergefühl durch die Wärme und es fällt leichter, sich zu entspannen und darüber in eine andere Wahrnehmung des Körpers zu kommen.

Tipp:
Oft fühlt man sich, als laufe man auf Watte. Man nimmt keinen richtigen Bodenkontakt mehr wahr. Eine gute Methode um sich mehr zu "erden" ist ein schlichter Spaziergang. Versuchen Sie, bewusst den Abrollvorgang des Fußes wahrzunehmen und fühlen, nach Möglichkeit, jedem einzelnen Moment der Bewegung nach. Die Konzentration auf bewusst wahrgenommene Reize, führt zurück in das "hier und jetzt".

Wenn möglich, laufen Sie alleine und lassen sich nicht ablenken. Bleiben Sie ganz bei sich und Ihren Gedanken. Laufen Sie auch eine bekannte Strecke.

Anhand solch einfacher Beispiele wird deutlich, dass von "außen" durchaus Einfluß auf die "innere" Gefühlswelt und damit auf die körperliche Symptomatik genommen werden kann.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie anfangs noch zu sehr der Angst und den Symptomen entsprechen müssen und nachgeben. Glauben Sie fest an sich und Ihre Kraft. Blicken Sie gedanklich auf das zurück, was Sie bislang in ihrem Leben geschafft haben. Dies können z.B. eine Berufsausbildung sein, Ihre Kinder, eine zufriedene Partnerschaft oder ein tolles Hobby, bei dem Sie sich besondere Fähigkeiten angeeignet oder etwas geschaffen haben, worüber sich andere Menschen freuen und Ihnen Lob aussprechen.

Download:

Ein Merkblatt für den Notfall [37 KB] zum Ausdruck und aufhängen im Küchenschrank.