Achtsamkeitstraining

Die Achtsamkeit gilt als Herzstück der buddhistischen Tradition und bedeutet, jeden Augenblick bewusst zu erfassen.

Gedanken, Träume, Vorstellungen werden nicht verdrängt oder verändert.

Es geht darum, da zu sein, wo man gerade ist, und nicht darum, irgendwo anders hinzukommen. Das primäre Ziel der Achtsamkeit ist nicht die Entspannung, sondern vielmehr die bewusste Wahrnehmung des aktuellen Erlebens (z.B. einer Tätigkeit).

Bei Ihnen könnte der Gedanke aufkommen, dass die Achtsamkeit wieder dazu führen könnte, kleinste Regungen des Körpers wahrzunehmen und ggf. darauf zu reagieren. Dem ist nicht so und sie soll vielmehr bewusster machen, wie Sie ihr Leben gestalten und welche Gedanken in Ihnen dabei aufkommen.

Es geht darum, auch einmal bewusst auf Dinge im Leben zu schauen, diese wahrzunehmen und damit die Selbstwahrnehmung zu verbessern.
Diese Fähigkeit führt auch zu einer größeren Selbstkontrolle. Helfen kann dabei z.B. ein einfacher Tageskalender, der für jeden Tag im Jahr einen entsprechenden Achtsamkeitspruch bietet.

Achtsamkeit kann durchaus auch bedeuten, dass die anfangs störenden Gedanken, Gefühle und Empfindungen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt werden.

Alles Störende, wie z.B. Angst, wird dabei jedoch passiv angenommen und nicht bewertet, sodass im Laufe der Zeit die Unruhe verschwindet. Ängstliche Gedanken und Vorstellungen dürfen vorhanden sein und wirken aufgrund dieser Einstellung bereits weniger bedrohlich. Geben Sie aufkommenden Gefühlen, seien sie positiv oder negativ, den notwendigen Raum in Ihnen.

Versuchen Sie nicht, die Angst zu verdrängen, sondern nehmen Sie diese bewusst wahr. Sie lernen dadurch, die Angst besser zu ertragen.

Verdrängte Ängste suchen sich eine andere Art und Weise, dass Sie sie endlich wahrnehmen und annehmen!

Laden Sie sich die Achtsamkeitübungen für Angstbetroffene [58 KB] herunter.

Achtsamkeit im Alltag

Einige Beispiele, wie Sie verschiedene Bereiche Ihres Alltagslebens mit Achtsamkeit bewusster wahrnehmen können. Die Achtsamkeit kostet fast keine zusätzliche Zeit und mit ein wenig Übung hilft sie, in den jeweiligen Situationen mehr Klarheit und Ruhe entstehen zu lassen.

Machen Sie sich Übergänge im Tageslauf bewusst!

Was tun Sie als Erstes, wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen?

Viele Menschen verfallen gleich in die nächste Aktivität, sorgen für unbewusste Ablenkung mit Radio, Fernsehen oder Computer. Es kann daher hilfreich sein, ein kurzes Ritual in den Ablauf einzufügen, das Ihnen den Übergang (z.B. vom Berufs- zum Privatleben) bewusster macht.

  • Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Familie oder Mitbewohner zu begrüßen.
  • Wechseln Sie die Kleidung, um auch äußerlich die Rolle des Berufes abzulegen.
  • Setzen Sie sich bewusst und in Stille auf das Sofa für einige Minuten.

Ziel ist es, Ihr Leben zu entschleunigen und bewusst in das Privatleben zu starten, welches nicht mehr den Regeln der Arbeitswelt unterliegt.