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Redeangst

Redeangst ist ein weit verbreitetes Problem in der Bevölkerung, welches für Betroffene sehr belastend sein kann.

Der Klassiker, eine "große Rede" vor der versammelten Familie oder zu einem offiziellen Anlass zu halten, kann bis zur Panik gehen. Dabei muss es aber nicht immer der große Auftritt vor vielen anderen Menschen sein, der bereits pure Angst verspüren lässt. Auch im kleineren Kreis, vor bekannten Leuten (z.B. Familie, Freunde, Arbeitskollegen), kann die Redeangst auftreten.

Dabei ist das sog. Lampenfieber, über das z.B. oft Schauspieler berichten, nicht mit der Redeangst zu verwechseln. Lampenfieber vor einem Auftritt oder einer wichtigen Situation, ist bis zu einem gewissen Grad völlig normal. Es ist sogar nützlich, da Körper und Psyche sozusagen in einen Zustand höchster Konzentration gehen, da eine wichtige Situation (z.B. ein Auftritt, eine Rede, eine mündliche Prüfung) bewältigt werden muss.

Redeangst hingegen ist eine übersteigerte, irrationale Angst, die sich nicht beruhigen lässt und in verschiedenen Ausprägungen oft auch schon weit vor dem eigentlichen Ereignis, auftritt.

Ursachen für Redeangst

Die Ursachen können z.B. in der Kindheit liegen, in der traumatische Erfahrungen gemacht wurden. Ein Referat in der Schule, bei dem Mitschüler gelacht haben oder der Lehrer Kritik geäußert hat, ist ein klassisches Beispiel dafür, wie Redeangst entstehen kann.

Aus der Sicht des Erwachsenen mag diese Angst unbegründet sein, aber die dahinter liegende Angst vor Ablehnung, ist eine der großen Ursprungsängste der menschlichen Psyche.

Die genauen Ursachen sind sehr subjektiv und individuell, aber oftmals begründet in jungen Lebensjahren.

Mögliche Symptome bei Redeangst

  • Erröten
  • Zittern
  • Stottern
  • Herzrasen
  • Schwitzen

Oft ähneln die Symptome einer Panikattacke und es kommen Gedanken dazu wie:

  • ich könnte mich total blamieren
  • alle werden mich auslachen
  • ich werde als völliger Versager dastehen

Charakteristisch bei Redeangst ist, die unrealistische Bewertung der jeweiligen Situation, die es in der Vorstellung unmöglich macht, diese zu bewältigen.

Therapie

Mittel der Wahl bei der Therapie von Redeangst ist die kognitive Verhaltenstherapie. Bestandteil sollte u.a. sein, sich stetig zu konfrontieren und nicht in den Rückzug zu gehen.

Betroffene haben große Chancen über eine individuelle Therapie, die Redeangst deutlich zu vermindern und auch dauerhaft zu bewältigen.

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