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Familienaufstellung

Psychotherapeutische Technik, die in der Psychotherapie verwendet wird, um zwischenmenschliche Beziehungen bildlich darzustellen.

Dabei "stellt" ein Mitglied der Familie (Aufsteller) stellvertretende Personen in deren erlebte Position auf. Durch Mimik, Gestik, Körperhaltung und Distanz zueinander können Machtverhältnisse, Abhängigkeiten, gegenseitige Unterstützung oder Entwertung symbolisiert werden.

In einer Aufstellung kann kann verdeutlicht werden, wer als isoliert bzw. integriert erlebt wird, und es können Koalitionen dargestellt werden.

Durch eine Familienaufstellung können intensive Gefühle ausgelöst werden, die vom jeweiligen Therapeuten ggf. aufgefangen werden müssen.

Hat der Aufsteller alle Familienmitglieder in Position gebracht, wird diese Familie einige Zeit in der Position bleiben, damit der Aufsteller aufkommende Emotionen für sich erfahren kann. Die Familienmitglieder werden dann der Reihe nach ihren Gefühlen gefragt, die sie in der jeweiligen Position erlebt haben.

Eine Aufstellung kann ggf. auch hilfreich bei zahlreichen anderen Fragestellungen sein und der Entscheidungsfindung (z.B. Berufswahl) für den Aufsteller dienen.

In Einzeltherapie können Aufstellungen auch mit Gegenständen, z.B. Puppen oder Stühlen durchgeführt werden.